Glühbirnen

admin · Nov 28 2016

PrintPeter fragt sich: Lohnt es sich eigentlich die Vorlesung zu besuchen?

– oder sollte man die Zeit lieber nutzen, um zu Hause zu lernen oder auch gar nicht?

In der Schule, da konnte man es sich nicht aussuchen, anwesenheitspflicht war damals so selbstverständlich, dass man nicht mal das Wort kannte.

In der Uni sieht das schon anders aus. Doch nachdem man anfangs pflichtbewusst jede Vorlesung besucht, schleicht sich irgendwann der Gedanke ein: Lohnt sich das überhaupt?

PrintPeter wägt ab:

Das spricht für den Vorlesungsbesuch:

1. Man merkt, an welchem Kapitel und welcher Folie der Prof besonders lange kleben bleibt. Oft sind genau das auch die Klausuren Inhalte.

2. Die erklärenden Beispiele helfen oft beim Verständnis und sorgen dafür, dass man sich Inhalte besser merken kann.

3. Man hat etwas zu tun und beschäftigt sich wenigstens tatsächlich mit der Uni. „Zu Hause arbeite ich das nach“ ist zwar der Wunschtraum eines Studenten. Aber wer bringt diese Disziplin auf?

4. Man hat die Inhalte unterbewusst schon einmal gehört und sie werden im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Lohnt sich für die Klausur und um bei der Tischkonversation zu brillieren.

5. Vorlesungen können spannende Diskussionen befruchten. Frontalunterricht kann super eintönig sein, aber Interaktion umso mehr Spaß bringen. Es ist oft abhängig von der Größe des Kurses, aber eine gute Diskussion im Hörsaal ist Gold wert.

6. Gerade zum Ende hin geben manche Profs wertvolle Tipps zu den Klausuren und stellen Übungsklausuren. Diese Vorlesungen sollte kein Student verpassen!

7. Was ist denn die Alternative zum Vorlesungsbesuch ? Oft garnichts – denn man bleibt höchstens zu Hause und zappt sich durchs Netflix Sortiment.

Das spricht gegen den Vorlesungsbesuch:

1. „Langeweile“ als Ausdruck reicht nicht um das Gefühl zu beschreiben, wenn um 8 Uhr morgens der Prof  einfach nur Wort für Wort die Power Point abliest – als würde der frühe Vorlesungsbeginn einen nicht schon genug einschläfern.

2. Ihr versteht in der Vorlesung sowieso nur Bahnhof? Bevor dann schnell ein Gefühl der Panik und Überforderung aufkommt, sollte man lieber mit einem Tutor oder in Ruhe in der Bib den Stoff durchgehen.

3. Vorlesungsbesuche fühlen sich manchmal an, wie Zeit absitzen oder  verschwenden. Das Risiko bringt ein Besuch einfach mit sich.

4. Konzentration? Die kann man vergessen, wenn man mit 200 weiteren Studenten in der letzten Reihe des Audimax sitzt.

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Also liebe Studenten, am Ende heißt es abwägen. Findet man das Thema spannend, kann sich ein Besuch der Vorlesung durchaus lohnen. Und seien wir mal ehrlich! Es fühlt sich auch ganz gut an, etwas zu tun zu haben und seine Freunde in der Uni zu treffen.

Strebsam aber in den ersten Semesterwochen jede Party zu verpassen, weil man pünktlich bei der Vorlesung sein möchte oder müßig die Zeit im Hörsaal abzusitzen, obwohl man nichts dazulernt, ist definitiv keine Empfehlung.

Vorsicht auch! Tutorien sollten besucht werden. Sie helfen echt und oft sind die Tutoren aus den höheren Semester auch ein guter Blickfang 😉

 

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